Die schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa) oder besserbekannt als Aronia-Beere, zählt zu den Rosengewächsen und ist als Superfruit in aller Munde.

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze ist ernährungsphysiologisch von großem Wert. Als Nahrungsmittel ähnelt sie im Geschmack der Heidelbeere und wird bevorzugt für die Herstellung von Gelee, Marmeladen, Saft, Likör und Wein verwendet. Die Kerne enthalten geringe Mengen des cyanogenen Glycosids Amygdalin, welches in der Alternativmedizin zur Vorbeugung und Behandlung verschiedener Tumorerkrankungen empfohlen wird. Die oft verwendete Bezeichnung Vitamin B17 ist allerdings nicht haltbar und eine tatsächliche Wirksamkeit ist wissenschaftlich derzeit noch nicht belegt. In größeren Mengen wirkt Amygdalin toxisch auf den Organismus, was zum Beispiel bei der Bittermandel zu tragen kommen kann. Die in der Aronia-Beere enthaltenen Mengen sind jedoch unbedenklich.

Für die gesundheitsfördernde Wirkung der Aronia Beere sind in erster Linie die enthaltenen Polyphenole, speziell die  Anthocyane mit ihrer antioxidativen Wirkungsweise verantwortlich. Sie geben der Beere auch ihre charakteristische Farbe. Desweiteren sind Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren, Balaststoffe, Pektin und zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Die wichtigsten davon sind Folsäure, Eisen und Jod. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurden der Aronia-Beere unter anderem adstringierende, antioxidative, antimutagene, heptaoprotektive, lipidsenkende, entzündungshemmende, antidiabetische kardioprotektive und antihypertensive Eigenschaften zugeschrieben.

Verwendet werden die reifen, frischen oder getrockneten Früchte. Diese sind auch als Saft, Tee oder als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln erhältlich. In der Volksheilkunde werden sie zur Senkung des Blutdrucks, bei Magenschleimhautentzündung, Harnwegsinfektionen sowie bei Arterienverkalkung eingesetzt. Ferner wird die gesunde Beere auch vorbeugend bei Erkältungskrankheiten verwendet. Aufgrund der antioxidativen Wirkung gilt sie als freier Radikalfänger und unterstützt dadurch den körpereigenen Zellschutz. Derzeit wird auch eine vorbeugende und unterstützende Wirksamkeit bei verschiedenen Krebserkrankungen untersucht.

In der TCM wird die Aroniabeere dem Element „Holz“ zugeordnet. Lebensmittel dieses Elements sind sauer und leiten nach Innen und unten. Sie bewahren die Säfte. Die Aroniabeere wirkt auf den Körper erfrischend.

Aronia in der Forschung:

Aufgrund ihres hohen Gehalts an Antioxidantien wurden bei der Aronia Beere gastroprotektive, hepatoprotektive, antiproliferative oder entzündungshemmende Wirkungsweisen beobachtet. Dies zeigt Potential zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen, Diabetes und Herz- Kreislauf Erkrankungen. Desweiteren wurde in Studien eine cholesterinsenkende Wirkungsweise beobachtet. Im Tiermodel konnten auch neuroprotektive Eigenschaften sowie eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten bei Ratten beobachtet werden. Laufende Forschungen bezüglich der gesundheitsfördernden Eigenschaften der Aroniabeere sind auch weiterhin von großem Interesse.

Quellen:

https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/aronia/
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Aronia
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Apfelbeere
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28590446
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18937167
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28215316
https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT01541826
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31452653
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31237052
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31306687

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