Jetzt im Herbst wird vielerorts wieder häufig geräuchert. Viele verwenden dazu offene Räuchermischungen, welche mittels Kohletabletten verräuchert werden. Wer kann und möchte, stellt seine Räuchermischungen dafür individuell zusammen, aus den Kräutern die man zuvor im Sommer gesammelt hat.

Wer auch gerne Harze zum Räuchern verwendet, kann diese dafür nutzen seine Räuchermischung in eine individuelle Form zu bringen. Wichtig dafür ist, dass das Harz noch weich genug ist um es in den warmen Händen zu formen. So kann man es, zusammen mit der Kräutermischung zu Kugeln, Kegeln, Stangen, Herzen oder anderen kreativen Formen verarbeiten.

Ich habe mich dieses Mal für Räucherkugeln entschieden. Diese Räucherkugeln sind gleich wie eine herkömmliche Räuchermischung mit Räucherkohle zu verwenden. Es gibt zwar auch die bekannten Räucherkegel, welche man ohne ein Stück Kohle direkt anzünden kann, diese sind allerdings nach einer anderen Rezeptur gefertigt und enthalten bereits zu ca. einem Drittel pulverisierte Räucherkohle, sodass sie selbst gleichmäßig verräuchert werden können.

Wichtig ist auch darauf zu achten, dass man eine Form wählt die gleichmäßig verräuchert werden kann. Auch sollte die Form nicht zu groß sein, da sonst die Räucherkugel außen verkohlt aber innen noch unangetastet ist. Eine nette Form sind daher auch sicher Räucherstangen, welche man ganz praktisch in der Räucherschale einfach weiter schieben kann.

Hier nun mein Rezept:

Zitronenmelisse,
Waldmeister,
Rosenblütenblätter,
Wacholderbeeren,
Fichtenharz,

Die getrockneten Kräuter werden ungefähr zu gleichen Teilen gemischt und im Mörser gut miteinander verrieben. Das Fichtenharz wird zuerst mit den Händen weichgeknetet. Obwohl das harz natürlich recht klebrig ist, verwende ich in diesem Fall absichtlich keine Handschuhe, um keine Kunststoffteilchen oder Fasern der Handschuhe in meine Räucherkugeln zu bringen.

Vom Harz verwende ich gerade so viel wie nötig ist, um die Kräutermischung in eine gewünschte Form zu bringen. Dazu arbeitet man Stück für Stück kleine Mengen Harz in die Räuchermischung ein, sodass diese gut formbar ist. Die fertig geformten Räucherkugeln sollten anschließend noch einige Wochen an der Luft trocknen, da festes Harz besser zum Räuchern geeignet ist. Sind die Kugeln noch zu weich, brennen sie mehr als sie rauchen. Auch hier gilt natürlich, dass kleine, gleichmäßige Formen besser trocknen und später auch besser zum Räuchern geeignet sind.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und Formen eurer individuellen Räucherkugeln.

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