Wer liebt sie nicht, die Erdbeeren? Bald ist auch wieder Erntezeit. Jetzt im Mai stehen hier die Erdbeerpflanzen überall in voller Blüte und es bilden sich bereits auch die ersten roten Früchte.  

Als beliebtes Obst sind die Erdbeeren weit verbreitet. Man genießt sie frisch, mit Schlagsahne, auf Kuchen oder im Eis, oder man verarbeitet sie zu Marmelade, Saft, Likör, Erdbeerwein oder sonstige Köstlichkeiten. Erdbeeren haben nur wenige Kalorien und verfügen über einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und Vitamin C. Des Weiteren enthalten sie Folsäure sowie viele Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Eisen, Kupfer und Zink.

Auch in der Heilkunde ist die Erdbeere bekannt. Doch werden hier nicht die süßen roten Früchte verwendet, sondern die Erdbeerblätter. Diese werden zur Blütezeit, also jetzt, geerntet. Erdbeerblätter enthalten Gerbstoffe und Flavonoide, und weisen eine antidiarrhoische Wirkung auf. 

Die getrockneten Blätter werden als Aufguss oder in Fertigarzneimitteln bei Durchfallerkrankungen eingesetzt.

In der anthroposophischen Medizin werden Erdbeerblätter zusammen mit Weinblättern zur Anregung von Leber- und Darmtätigkeit, sowie bei Appetitlosigkeit, Verstopfung, Blähungen, Müdigkeit und Verstimmungen verwendet. Fertigarzneimittel aus getrockneten und pulverisierten Erdbeer- und Weinblättern sind am Markt erhältlich.

Von der Kommission E erhielten Erdbeerblätter eine Nullmonographie. Danach konnte eine Wirksamkeit zwar nicht belegt werden, jedoch sind auch keine Risiken bei einer Verwendung von Erdbeerblättern zu erwarten. Eine Bewertung durch das HMPC bestätigte die Anwendung bei Durchfallerkrankungen sowie zur Durchspülungstherapie der ableitenden Harnwege.

Als Gerbstoffdroge kann sie bei leichten Durchfällen, aber auch als Mundspülung bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut, sowie zum Gurgeln bei Halsschmerzen verwendet werden. Eine Einstufung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ist bisher nicht gegeben.

Für einen Teeaufguss übergießt man 1-2 TL Erdbeerblätter mit siedendem Wasser und lässt 5 bis 10 Minuten ziehen. Man trinkt täglich 2 bis 3 Tassen. Der Teeaufguss kann auch als Mundspülung verwendet werden.

Vorsicht bei einer bestehenden Allergie gegen Erdbeeren! Wer gegen die Früchte allergisch reagiert, sollte auch die Blätter nicht verwenden. Für eine Anwendung während der Schwangerschaft oder Stillzeit liegen derzeit noch keine Untersuchungen auf Unbedenklichkeit vor.

In der bildenden Kunst stehen Erdbeeren für Demut und Bescheidenheit. Da sie zu den Rosengewächsen gehören, werden sie symbolisch auch der Jungfrau Maria zugeordnet. Aufgrund der dreiteiligen Laubblätter, galten sie als Symbol der Dreieinigkeit von Gott-Vater, Gott-Sohn und dem Heiligen Geist. Die fünf Blütenblätter wurden bereits im Mittelalter symbolisch den fünf Kreuzigungswunden Christi zugeordnet. Die nach unten hängenden roten Früchte symbolisierten das vergossene Blut. In der antiken Mythologie zählten Erdbeeren als Speise des goldenen Zeitalters. Auch in der christlichen Kunst werden sie als Paradiespflanze dargestellt.

 

http://www.arzneipflanzenlexikon.info/erdbeere.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeeren

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Erdbeere

https://www.apotheken-umschau.de/Erdbeere

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