Viele leiden abends trotz Müdigkeit an Einschlafschwierigkeiten. Hier könnte ein Kräuterkissen Abhilfe schaffen. Die Kräuterkissen unterstützen bei Schlafstörungen, wenn sie in der Nähe des Kopfes liegen und sind besonders wirksam, wenn man seine persönlichen Vorlieben beachtet.  

Ich persönlich stelle meine Kräuterkissen selbst her und fülle diese zu gleichen Teilen mit Hopfen, Waldmeister und Melisse. Auch Lavendelblüten füge ich gern hinzu. Man kann aber auch Rosenblüten oder Zirbenholzspäne verwenden. Am besten man folgt hier den eigenen Vorlieben.

Der Hopfen zählt zu den traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln. Die Kommission E empfiehlt ihn bei Unruhe, Angstzuständen und Schlafstörungen. Die Wirkung des Hopfens ist so stark, dass die „Hopfenpflückerkrankheit“ zu einer anerkannten Berufskrankheit wurde. Die Symptome sind vor allem Müdigkeit und auch Kopfschmerzen, die allerdings nach der Arbeit wieder verschwinden. Zubereitungen aus Hopfenzapfen werden als Einschlaf- und Beruhigungsmittel verwendet.

Der Lavendel, Duftpflanze des Jahres 2016, ist nicht nur aufgrund seines herrlichen Duftes beliebt. Es wird auch pharmazeutisch als Sedativum bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen eingesetzt.

Die Melisse, Arzneipflanze des Jahres 1988 und Duftpflanze des Jahres 2014, gehört zu den traditionellen, pflanzlichen Arzneimitteln. Innerlich als Tee wirkt sie beruhigend und entspannend und wird daher bei Unruhe, Reizbarkeit und nervös bedingten Einschlafbeschwerden eingesetzt.

Der cumarinhaltige Waldmeister erinnert einen an den Heugeruch im Sommer. Er wirkt krampflösend und beruhigend und wird bei nervöser Schlaflosigkeit, Unruhe und ebenso bei Kopfschmerzen verwendet.

Für mein Kräuterkissen sammle ich die frischen Kräuter zur Blütezeit und trockne sie anschließend schonend an einem schattigen, luftigen Ort. Wenn sie gut getrocknet sind, werden die Kräuter

zerkleinert. Dabei achte ich darauf, die harten Stängel zu entfernen, da diese sonst später im Kräuterkissen pieksen können. Die Kräuter werden zu gleichen Teilen gut gemischt und in ein Kissen aus Naturfaser zb Baumwolle gefüllt. Dieses wird danach zugenäht, sodass die Kräuter auch im Kissen bleiben und sich nicht im Bett verteilen. Das Kissen riecht am Anfang noch recht stark, und wenn man es drückt oder aufschüttelt verströmt es seinen angenehmen Duft. Wenn es nach einiger Zeit ausgeraucht ist, kann man die Naht öffnen und es entleeren und waschen. Anschließend kann es wieder neu befüllt werden. Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

2 thoughts on “Kräuterkissen

  1. Hallo zusammen, vielen lieben Dank für die Idee. Lanendel habe ich bereits. Hopfen und Waldmeister nicht. Kann ich den Hopfen (wilder) und Waldmeisterblätter (meiner im Garten blüht nicht mehr) noch sammeln und trocken?
    LG Petra

    1. hopfenblüten sind derzeit noch reif und zu sammeln.. da würde ich aktuell die zeit noch nutzen, denn die kräutersammelzeit geht langsam zu ende.. die bekannten frauendreißiger (die letzte kräutersammelzeit im jahr) sind eben erst zu ende gegangen und wir gehen nun auf die wurzelsammelzeit zu… die sammelzeit für waldmeister ist eigentlich im mai, vor und zur blütezeit.. für kräuterkissen sammelt man am besten das blühende kraut.. was man außer hopfen und lavendel jetzt noch sammeln und hinzufügen kann, ist zb labkraut, wenn es noch blühend zu finden ist, dieses ist mit dem waldmeister ja verwandt… auch rosenblüten, lindenblüten, johanniskraut und zirbenspäne sind möglich… wobei die blüten immer aktuell zur blütezeit zu sammeln sind.. und melisse verwende ich auch sehr gerne… lg alex

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