Als Hagebutten bezeichnet man den Fruchtstand verschiedener Rosensorten.

Die im Spätherbst gesammelten Früchte schmecken herb-säuerlich und werden gern zu Marmeladen, Likör, Wein und anderen Lebensmitteln weiterverarbeitet. Grundsätzlich sind die Hagebutten von allen Rosensorten essbar. Für die Herstellung von Marmelade sind vor allem die großen Hagebutten der Kartoffelrose beliebt, da sie viel ertragreicher sind, als die kleineren Hagebutten der Hundsrose.

Aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C sind Hagebutten als Tee besonders zu Erkältungszeiten sehr beliebt. Weitere Inhaltsstoffe sind Apfelsäure, Zitronensäure, Flavonoide, Carotinoide, Pektin, Gerbstoffe, Mineralstoffe und Zucker. Die im Fruchtfleisch eingebetteten Kerne enthalten desweiteren ein fettes Öl, welches als Wildrosenöl im Handel erhältlich ist, und gerne in der Kosmetik verwendet wird.

Hagebutten erhielten bisher keine Einstufung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel. Allerdings sind sie häufig als Schmuckdroge in verschiedenen Zubereitungen enthalten. Die ESCOP empfiehlt Hagebutten und Hagebuttenschalen zur unterstützenden Behandlung von Erkältungen und Grippe, ebenso wie zur unterstützenden Behandlung von Gelenkarthose-bedingten Schmerzen und Steifheit der Gelenke. Volksmedizinisch werden Hagebutten desweiteren bei Nieren- und Blasenerkrankungen sowie bei Gicht und Rheuma verwendet.

Hagebuttenpulver hat eine schmerzlindernde, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung. Eine dänische Forschergruppe führte Studien mit Hagebuttenpulver zur Behandlung von Arthrose-Erkrankungen durch. Es wurde eine erhöhte Beweglichkeit der Gelenke sowie eine Senkung des Schmerzmittelverbrauchs um 44% festgestellt. Weitere Studien der Universität Kopenhagen bestätigten den positiven Effekt in der Ernährungstherapie mit Hagebuttenpulver.

Bei der Herstellung von Hagebuttenpulver sollte eine Temperatur von 40°C nicht überschritten werden, damit die enthaltenen Galactolipide erhalten bleiben. Verarbeitet wird das Fruchtfleisch ebenso wie die Kerne. Nur die reizenden kleinen Haare werden abgetrennt. Letztere sind uns wohl aus Kindheitstagen noch gut als Juckpulver in Erinnerung geblieben.

Hagebuttenlikör:

Jetzt nachdem es draussen schon friert, kann man die Hagebutten ernten. Für einen LIkör muss man sie gut reinigen und mit einem Mörser oder Stabmixer zerstampfen. Die Kerne sollten dabei ganz bleiben. Dann füllt man ein Ansatzgefäß zu gut einem Drittel mit diesem Hagebuttenbrei und bedeckt sie mit Zucker. Auf eine Menge von einem Liter verwende ich ca. 100 g Zucker, man kann aber je nach Geschmack auch mehr oder weniger verwenden. Anschließend wird das Ansatzgefäß mit 40%igem Korn aufgefüllt und der Inhalt gut vermischt. Das Gefäß wird nun 3-4 Monate an einem gleichmäßig temperierten Ort stehen gelassen. Anschließend verkostet man und bei Bedarf lässt man noch weitere 4 Wochen ziehen.


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Obstansätze besser werden, je länger man sie ziehen lässt. Ansätze mit Kräutern jedoch muss man zeitgerecht abfiltrieren, da man sonst zu viele Tannine und andere Stoffe aus den Kräutern löst, die nicht nur den Geschmack negativ beeinflussen, sondern teilweise auch ungesund sind.


Wenn der Hagebuttenlikör fertig ist, filtriert man ihn ab und kann ihn bei Bedarf auch mit abgekochtem Wasser oder Zuckerlösung verdünnen. Anschließend füllt man ihn in gut verschließbare Glasflaschen und genießt ihn bei Bedarf.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hagebutte
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Hagebutte
http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/hagebutte.php
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Hagebuttenpulver

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*